Sichelich
Zwischen Wolken ruht
die schmale Sichel des Monds —
ein fernes Licht wacht,
während Dächer schweigen.

Eine Sammlung poetischer Texte von Jan Montag.
Zwischen Wolken ruht
die schmale Sichel des Monds —
ein fernes Licht wacht,
während Dächer schweigen.

Warum tauchen Vögel plötzlich auf,
immer wenn du in der Nähe bist?
Genau wie ich sehnen sie sich danach,
dir nahe zu sein
Der Nebel hängt wie Atem im Geäst,
kein Vogel ruft mehr in den Abend hin.
Das Licht verlischt, als hätte es vergessen,
woher es kam – und wohin es will.
Und etwas Dunkles wächst in mir mit ihm.
Der Mittwoch tanzt im morgendlichen Nebelregen, umarmt von Tauschleiern und flüsternden Blättern, die mit dem Wind schmiegen.
Eine neugierige Schildkröte, deren Panzer im Sonnenlicht glänzt, begibt sich auf eine langsame Reise. Flatternde Schmetterlinge; oder vielleicht, wie wir gelassen sind?