Wintersonne
Ich erinnere mich an eine Wintersonne und kargen Boden. Zeit verändert sich nicht in einem Foto.
Eine Sammlung poetischer Texte von Jan Montag.
Ich erinnere mich an eine Wintersonne und kargen Boden. Zeit verändert sich nicht in einem Foto.
Sie hatte verletzliche Tage im Haar und
er etwas Wehmut in seinen Versen
pfirsichfarbene Nächte schlummern und die kugelrunde kleine Melone; Den neuen Tag begrüßen wenn er jung ist; Wie das Licht im Sommer auf die Erde fällt; Warten
Seidenfarbenes Abendlicht und
Bernsteine die vergnüglich
vom Gestern erzählen
Er hatte noch Mondsee im Haar
und ein bisschen Sternensand zwischen den Zehen
Das abgebrochene Stück Glut kullert die Dachziegel hinab, kleine Rauchschwaden bildend, bis es verglimmt, bis es verschwindet.
Bin zerronnen in der Hitze der Nacht
Wie dereinst nur Gedanken an das Kommende
An das Gehende
Schilf wiegt Abendschein
Sonne schmiegt Wasserläufer
Stimmen Widerhallen

Du mein Farbverlauf
eher schief als eben doch
Keine drei Sonnen
Mond sich noch verbirgt und das Sternenlicht versteckt glimmt
(Als Hommage an Tocotronic)
Der gestrige Regen
tupft Blätter der Morgenbäume und
nieselt die kleine runde Nacktschnecke
ins Wochenende.
Frau Sonne schiebt Herrn Nacht in den Schatten