Jan Montags Lyrik

Eine Sammlung poetischer Texte von Jan Montag.

Tag: lyrik

Der gestrige Regen

Der gestrige Regen
tupft Blätter der Morgenbäume und
nieselt die kleine runde Nacktschnecke
ins Wochenende.

Frau Sonne schiebt Herrn Nacht in den Schatten

frühling, natur, lyrik


Der kleine moosgrüne Igel

Der kleine moosgrüne Igel wandert durchs Tau ins Gestern
und träumt vom Blau

Moos auf einem Hausdach, man kann Wassertropfen erkennen. Es sieht aus wie ein kleiner, niedlicher Igel. (C) Herr Montag

Moos auf einem Hausdach, man kann Wassertropfen erkennen. Es sieht aus wie ein kleiner, niedlicher Igel. (C) Herr Montag

lyrik, mood, pictures, natur


Weniger Sorgen (.prosa)

Schon Drei Uhr morgens langweilte ihn der Gedanke an den kommenden Tag. Die kommende Woche. Sein kommendes Leben. Er könnte auch einfach nur auf dem Teppichboden sitzen und an früher denken. Oder an eine Zeit, in der er noch gar nicht existierte, die aber aufgrund der Melancholie in ihm seltsam besondere Gefühle auslöst.

Manchmal sitzt er lang dort auf dem Schemel und betrachtet Fotos von Menschen aus vergangenen Zeiten, aus Filmen, oder Zeitschriften. Ein schwarz-weiß-Bild zum Beispiel von 1981 und er fragt sich, was die Person in jenem Moment vor so vielen Jahren gedacht haben könnte. Was ihre Beweggründe waren. Ihre Dämonen. Was sie vielleicht nicht hat schlafen lassen. Oder was sie glücklich machte. Ob da jemand wartet wenn sie diese graue Häuserschlucht zu Ende gegangen ist. Und was sie von der Zukunft erwartet.

Eine Zukunft, die längst schon wieder vorüber ist und heute als Vergangenheit zählt. Er konnte sich in solchen Gedanken regelmäßig verlieren und doch zu keinem Ergebnis gelangen. Wie auch? Jede Antwort war verloren, in der Zeit die seitdem vergangen war.

lyrik, fragment, mood, prosa


Das absolute Glück

als der allerletze seiner Gedanken. Zum Beispiel letztes Jahr im Sommer. Und dann wünscht er sich, Teil einer Bewegung zu sein. Aber eins ist klar, es geht nichts von heut auf morgen. Und er reimt aber immerhin weniger Sorgen. Doch Realität mahnt zur Geduld.

Aber hier leben? Nein Danke!

lyrik, sommertag


Monoton + Minimal

Wie wir die Monotonie jagen
Und das Flüstern im Wald hören;
Wie wir aus Stunden ein Jahr machen
und Mondschein aus ihrem Haar

lyrik, prosa